Robert Kneschke dürfte wohl der bekannteste Stockfotograf in Deutschland sein und sein Blog alltageinesfotoproduzenten.de ist absolut lesenswert. Mit seinem ersten Buch »Stockfotografie: Geld verdienen mit eigenen Fotos« landete er einen Bestseller des Fachbereichs Fotografie. Sieht man sich bei Amazon die Rezensionen dazu an kann man davon ausgehen, dass Robert schreiben kann.

Seit einiger Zeit nun schon ist Roberts zweites Werk »Die Arbeit mit Models« auf dem Markt. Es beschreibt das was der Titel verspricht aus der Sicht eines Stockfotografen. Das heißt allerdings nicht, dass das Buch nur für diejenigen interessant ist die beabsichtigen in die kommerzielle Produktion von Stock- und Werbebildern einzusteigen. Auch wenn ich selbst schon einmal mit dem Gedanken gespielt habe es mit dem Verkauf meiner Bilder zu versuchen habe ich die Idee bislang nicht weiter konkretisiert. »Die Arbeit mit Models« gibt trotzdem jedem der gelegentlich mit Modellen arbeitet interessante Tipps wie man Models findet, was man mit ihnen vereinbaren sollte und worauf bei Verträgen zu achten ist (natürlich ohne juristische Gewähr). Roberts Qualität liegt darin locker und unterhaltsam zu schreiben und der Umfang des Buches ist überschaubar.

Egal ob man beabsichtigt seine Bilder zu verkaufen (dann natürlich besonders) oder nur aus Spaß an der Freude gelegentlich mit Modellen arbeitet – »Die Arbeit mit Models« bietet einen guten und unterhaltsamen Anhaltspunkt sich über die wichtigsten Grundlagen dazu zu informieren.

»Die Arbeit mit Models« bei Amazon (Affiliate Link) und beim Verlag (mit Informationen zum Inhalt und über den Autor).

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David DuChemins »Sehen und Gestalten« ist ein Buch das ich euch schon länger einmal ans Herz legen wollte, ohne dass ich bislang die Muße gefunden hätte einen entsprechenden Blogpost zu schreiben. Jetzt aber will ich das kurz machen.

Im Untertitel heißt es »David DuChemins etwas andere Fotoschule«. Nun, das weist in meinen Augen in eine etwas falsche Richtung, auch wenn es an sich eigentlich korrekt sein mag. In einer Fotoschule würde man an sich Dinge wie Grundlagen zu Kameratechnik, -ausrüstung und -einstellungen vermuten. Diese sind aber kaum ein Thema. Wer danach sucht muss zu einem anderen Werk greifen (zum Beispiel zu »Kreativ fotografieren – Digitalfotografie verständlich erklärt« aus meiner Feder :)). Vielmehr geht es um das was tatsächlich wichtig ist an der Fotografie: Fotos bewusst zu gestalten.

Der Autor spricht sehr viel von der Vision die man als Fotograf haben muss. Für mich ist Vision ein sehr großes Wort und ich weiß nicht ob mir die Lust am Fotografieren nicht verginge wenn ich permanent darum bemüht sein müsste Visionen zu verfüllen. Aber wenn man von diesem etwas philosophischen Vorbehalt meinerseits gegenüber diesem Anspruch absieht ist das Buch großartig, vor allem wenn man über das Stadium hinaus ist in dem man sich noch mit den technischen Grundlagen herumschlagen muss. Es ist also vor allem eine Empfehlung für alle jene, die mit Brenneite, Blende, Verschlusszeit & Co längst per Du sind. Aber nicht nur! Auch wenn man in Sachen Fototheorie und -praxis noch Novize ist kann man es genauso gut lesen. Es ist nicht nur in einer gut zu lesenden und verständlichen Sprache gehalten, sondern, da es sich vor allem auf Gestaltungsaspekte abseits von Kameraeinstellungen konzentriert, auch ohne großartige Grundkenntnisse nachvollziehbar – Gestaltung lässt sich auch völlig unabhängig von Technik erklären. Das heißt, selbst wenn ihr ausschließlich mit eurem Telefon fotografiert und somit ohnehin nicht an Blende und Brennweite drehen könnt, gibt das Buch gute Anregungen eure Bildgestaltung zu verbessern.

Ich will mich hier nicht lange mit der Beschreibung der Inhalte aufhalten – das könnt ihr ausführlich auf der Website des dpunkt-Verlags in Erfahrung bringen, wo ihr das Inhaltsverzeichnis und ein Demo-Kapitel als PDF runterladen könnt –, sondern beschränke mich kurz und bündig darauf es als klaren Lesetipp für alle zu empfehlen, für die Fotografie mehr ist, als eine tolle Fotoausrüstung durch die Gegend zu tragen.

Alle, die lieber via Amazon bestellen, als über den freundlichen Buchhändler um die Ecke oder den Verlag, und damit leben können, dass ein paar Cents Provision für mich abfallen, finden hier den Link zum Buch beim Online-Händler.

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Grafik und Gestaltung 2.0

Mon, 07. Jul. 14

Gug2

Nun habe auch ich es in Händen: Die vollständig überarbeitete und deutlich gewachsene zweite Auflage von »Grafik und Gestaltung – das umfassende Handbuch«. Gegliedert in die Kapitel Grafikdesign, Wahrnehmung, Form, Farbe, Bild, Schrift, Lesetypografie, Gestaltungsraster, Corporate Design und Druckvorstufe habe ich versucht alles zusammenzufassen und zu beschreiben was der Gestalter wissen muss. In einem Artikel vom April habe ich bereits ein paar Seiten des Buches hier im Blog vorgestellt.

Eine Beschreibung des Buches samt komplettem Inhaltsverzeichnis und kostenloser Leseprobe findet ihr auf der Website des Verlags (Galileo-Design) wo sich das Buch auch bestellen lässt. Wer lieber via Amazon bestellt (oder sich informiert) kann das hier tun. Natürlich geht auch der klassische Weg über den Buchhändler eures Vertrauens: ISBN 978-3-8362-2513-7.

Über Rückmeldungen, Feedback und Verbesserungsvorschläge freue ich mich jederzeit – und natürlich auch über Rezensionen zufriedener Leser.

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Was folgt auf Aperture?

Sun, 06. Jul. 14

Nachdem Apple Aperture einstellt kann der Konzern aus Cupertino endgültig nicht mehr als verlässlicher Lieferant für Software gelten. Zwar haben sich auch andere Konzerne bereits unschön Programmen entledigt und Kunden im Regen stehen lassen, doch die Art in der Apple seine Kunden über Jahre hinweg über die Zukunft ihrer Werkzeuge im Ungewissen lässt ist wohl einzigartig und zeigt, dass hier einfach das Verständnis für die Bedürfnisse der Anwender fehlt. Wer mit professioneller Software arbeiten muss verlangt vor allem Kontinuität – mehr noch als nach Innovation.

Man hört wenig Gutes über Apples Umgang mit Final Cut Pro X, auch wenn sich Stimmen finden, die behaupten nach einer deutlichen Umgewöhnungsphase die Neuerungen im Programm am Ende doch begrüßt zu haben. Aber: Ich will mich nach einem Update nicht vollständig neu in ein Programm einarbeiten müssen. Und ich will schon gar nicht meine zuvor erarbeiteten Projekte nach einem Update abschreiben oder neu aufbauen müssen. Selbst wenn das Programm durch das Update besser wäre als zuvor. Das geht schon gar nicht bei einem RAW-Konverter und Verwaltungstool in dessen Bibliotheken oft Jahre der Arbeit stecken.

Es ist nicht allein Aperture, das Apple verschustert hat. iWorks startete als exzellente Alternative zu Office und Keynote war PowerPoint damals um Welten voraus. Was seither geschehen ist hat mehr mit einem Hauch von Evolution zu tun als mit innovativer Weiterentwicklung. Pages beispielsweise kennt in der aktuellsten Version keine Serienbrieffunktion mehr – Entwicklung nach hinten, könnte man sagen.

Allerdings: Aperture ist für mich noch immer das beste Programm um meine Fotobibliotheken zu verwalten. Die Auswahl an realistischen Alternativen ist nicht besonders groß: Lightroom, Capture One und DxO Optics. Alle drei bieten professionelle RAW-Entwicklung, doch in Sachen Bildverwaltung kann lediglich Lightroom mit Aperture mithalten.

Wie schon oft in den vergangenen Jahren habe ich mir in den letzten Tagen Lightroom wieder einmal in der aktuellsten Version heruntergeladen und angesehen (ab 2008 arbeitete ich für ein knappes Jahr damit und kehrte dann zu Aperture zurück). Und wie jedes Mal habe ich es sehr schnell geschlossen. Ich kann einfach nicht mit dem üppigen, platzverschwenderischen, strikten und unflexiblen Interface arbeiten. Schon gar nicht so lange Adobe keine Möglichkeit anbietet Shortcuts zu individualisieren.

In Aperture kann ich nahezu jede Aktion mit Shortcuts versehen – auch Entwicklungsrezepte. In Capture One kann ich sogar Regler wie Weißabgleich, Belichtung, Sättigung, etc. über Tastaturkürzel ansteuern. So brauche ich oft beim schnellen Entwickeln von Bildern keine Hand von der Tastatur zu nehmen. Das ist Effizienz auf die ich nicht verzichten möchte!

Alle vier Programm bieten professionelle RAW-Entwicklung mit Stärken und Schwächen und am Ende ist es vor allem Geschmacksache ob man die Resultate von Camera Raw (Lightroom), Aperture, Capture One oder DxO Optics bevorzugt – oft ist beim einen Bild das eine Programm besser und beim anderen das andere. Die Unterschiede liegen vor allem in der Verwaltung, wo Aperture und Lightroom die Nase vorn haben, und in der professionellen Qualität der Bedieneroberfläche, da haben Aperture und Capture One die Nase vorne.

Aperture ist zwei Mal Primus: Gute Dateiverwaltung, professionelle Bedienung. Über Jahre hinweg mein Argument bei Aperture zu bleiben! Kein anderes Programm erfüllt sowohl meine Ansprüche an die Verwaltung als auch an die Bedienung. Danke Apple, dass ihr das für mich beste RAW-Programm einstellt.

Werde ich Aperture deshalb jetzt fluchtartig verlassen? Keinesfalls! Vor allem natürlich weil mir die Alternative fehlt. Also abwarten was mit »Photos« kommen wird.

»Photos« ist das Nachfolgeprogramm von Aperture, das Apples Programme zur Bildbearbeitung unter OSX (iPhoto und Aperture) und iOS (Fotos für iOS und iPhoto für iOS) zu einem Programm vereinen soll. Der Verdacht – besser gesagt: die Befürchtung – liegt nahe, dass Photos zwar für iPhoto-User ein Aufstieg sein könnte, für Aperture-User allerdings ein Rückschritt. Und mal ehrlich: Bei aller Freude an der Entwicklungsqualität und der Bedienung von Aperture 3.3+ – bei der stagnierenden Feature-Entwicklung der letzten Jahre ist ein Rückschritt einfach nicht drin!

Offensichtlich bewusst streute das Umfeld von Adobe (Scott Kelby) ein Gerücht wonach Apple mit Adobe gemeinsam an einem Weg arbeiten soll der Aperture-Usern den Umstieg auf Lightroom erleichtern soll. Das signalisiert natürlich Apple wolle seine Aperture-User los werden. Allerdings ist dieses Gerücht nicht richtig und soll wohl lediglich dazu dienen Aperture-User möglichst schnell auf Lightroom umsteigen zu lassen, am besten bevor Apple Photos offiziell präsentiert. Klar: Wer zu Lightroom wechselt wird nicht gleich wieder zu Apple zurück kehren, selbst wenn Photos besser werden sollte als im Moment erwartet.

Ein Tag nach dem ersten Schock über den Tod von Aperture habe ich, nach einem Check der Alternative, beschlossen, bis auf weiteres bei Aperture zu bleiben. Ich erwarte zumindest, dass Photos eine Bildverwaltung liefert die Aperture nicht wesentlich nachsteht. Sollte das neue Programm meine Entwickelten RAWs nicht so übernehmen können, wie ich sie in Aperture entwickelt habe, werde ich die Entwickelten Bilder als TIFF exportieren und mit Photos verwalten. Die Verwaltung wandert dann (aus heutiger Sicht) zu Capture One. Das widerspricht zwar meiner Grundidee RAWs mit dem gleichen Programm entwickeln und verwalten zu können, aber da ich Lightroom nicht mag sehe ich derzeit schlicht keine Alternative.

Vielleicht wird Photos aber doch noch eine Überraschung, den Apple verfolgt mit dem neuen Programm offensichtlich eine ganz neue Philosophie in der Software-Architektur: Photos soll es Drittanbietern erlauben ihre Werkzeuge direkt im Programm zugänglich zu machen (mehr und weiter führende Links darüber hier).

Das heißt Plug-Ins müssen nicht mehr als eigenständiges Programm aufgerufen werden, wodurch man die Umgebung des Basisprogramms verlässt und in einem RAW-Programm TIFFs, JPEGs oder PSD-Dateien produzieren muss, sondern sind direkt integriert. Daraus ergeben sich natürlich phantastische Möglichkeiten, denn die wunderbaren Werkzeuge von Macphun, Topaz, DxO (FilmPack und ViewPoint), Portrait Pro und OnOne-Software ließen sich damit direkt in den RAW-Workflow integrieren. Sollte sich diese Idee so realisieren lassen, wie sie sich darstellt; sollten sich die professionellen Anwender finden die die Flinte noch nicht ins Korn werfen, Apple noch einmal eine Chance geben und abwarten was Photos bringt und es damit versuchen; und sollten sich die Drittanbieter finden die coole Werkzeuge für das neue Konzept entwickeln und anbieten: Dann könnte Photos zu einer neuerlichen bahnbrechende Innovation aus dem Hause Apple werden.

Ich bin skeptisch was die Entwicklung angeht, doch ich will noch kein Urteil und keine Entscheidung fällen bevor ich das neue Produkt gesehen und getestet habe. Nicht zuletzt, weil ich keine Alternative sehe.

Übrigens sollten sich auch Lightroom-User wünschen, dass »Photos« ein Erfolg wird. Konkurrenz wird auch ihnen nützen!

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Was eigentlich schon lange absehbar war ist jetzt offiziell von Apple bestätigt: Aperture wird eingestellt. Die letzten Monate (fast schon Jahre) klammerte man sich nur mehr wegen der Hoffnung an die Aussicht auf Aperture 4, nicht wegen des Glaubens, dass es kommt. Dabei fürchtete ich schon mit der Vorstellung von Aperture 3 vor einigen Jahren, dass das Programm diese Entwicklung nehmen würde – weg von der professionellen Anwendung hin zu einem Aufsteiger-iPhoto. Apertures Nachfolgeprogramm »Photos« wird wohl genau das sein – ein Zwitter zwischen Aperture und iPhoto. Etwas anspruchsvoller als letzteres aber zu wenig professionell für Profifotografen und Semiprofis.

Generell sei gesagt, dass es nicht ungewöhnlich ist, dass Unternehmen Produkte einstellen. Jedes Unternehmen in dem ich und ihr arbeitet stellt Produkte ein, die in der Unternehmensstrategie keinen Sinn mehr haben oder unrentabel sind. Sich über das Ende von Aperture hämisch freuende Lightroom-User sollten nicht glauben, dass das bei Adobe anders ist. Es ist zwar nicht zu erwarten, dass Lightroom irgendwann eingestellt wird, aber mit Programmen wie Adobe LiveMotion und GoLive ließ der Konzern seine Kunden auch ordentlich hängen, nicht weniger bei den zugekauften Programmen Freehand und Fontographer und Freunde von Fireworks dürften auch wissen wie man sich vernachlässigt fühlen kann.

Dass Apple Aperture einstellt ist unerfreulich aber zu akzeptieren. Wie Apple dabei vorgegangen ist ist indiskutabel: Treue Anwender Jahre lang im unklaren über die Strategie und im Saft ihrer Hoffnung braten zu lassen zeugt lediglich von Unverständnis der Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden und der Ignoranz mit der sich die Konzerne dem gegenüber verhalten. Ich verstehe die Geheimhaltung um die Entwicklung neuer Produkte und dass Apple den Hype um die Geheimniskrämerei und die Überraschung bei der Vorstellung neuer Produkte nutzen möchte. Doch bei einem Nischenprodukt wie es Aperture ist, ist das einfach nur unnötig und lächerlich. Schon gar nicht wäre es notwendig die Hoffnung auf eine neue Aperture-Version noch durch vage Andeutungen zu schüren, wenn man weiß, dass das Ende längst besiegelt ist, wie das im Falle Aperture geschah.

Allerdings gibt es auch hierfür ein Beispiel, dass das bei anderen Konzernen nicht anders ist: Adobe verkaufte nach der Übernahme von Macromedia ihr Produkt GoLive 9 noch brav weiter an Neukunden, obwohl für jeden Kenner der Branche absehbar war, dass das Produkt nicht weiter entwickelt werden würde. Diese Ignoranz den Kunden gegenüber ist allerdings leider keine Spezialität von Apple oder Adobe sondern schlichter Spiegel unseres Wirtschaftssystems in dem nicht der Kunde oder das Produkt im Mittelpunkt stehen sondern Umsatz und Gewinn.

Noch etwas möchte ich jenen hinter die Ohren schreiben die sich jetzt ob des Niedergangs von Aperture schadenfreuen: Bei Monopolen verliert vor allem der Kunde.

Meine persönliche Konsequenz aus dem Ende von Aperture ist, dass ich mich von der Vorstellung ich könne mit ein und demselben Programm die Entwicklung von RAW wie auch die Verwaltung der entwickelten RAW-Bilder managen verabschiede. Diese Kombination macht einen Wechsel der Anwendungssoftware zur schrecklichen Qual, weil man nach dem Wechsel in der neuen Software alle Bilder neuerlich entwickeln muss. Metainformationen, Schlagworte, Wertungen oft sogar Farbetiketten lassen sich zwar in der Regel von einem Programm zum anderen übernehmen, nicht aber die Entwicklungseinstellungen. Dazu sind die Arten wie die Bilder entwickelt werden in verschiedenen Programmen einfach zu unterschiedlich.

Die Entwicklung von RAWs mit Aperture ist bei mir seit vorgestern zu Ende. Statt dessen werde ich dazu in nächster Zeit wieder Capture One nutzen – das Programm liefert ohnehin nach wie vor die besten Entwicklungsergebnisse von allen RAW-Konvertern. Leider ist es zur Verwaltung umfangreicher Bildbestände nicht die erste Wahl. Deshalb werde ich die entwickelten Bilder als JPEG exportieren und dann in Aperture übernehmen. Ich gehe jetzt einmal davon aus, dass das Nachfolgeprogramm »Photos« in Sachen Verwaltung keinen schwerwiegenden Rückschritt gegenüber Aperture darstellt (zumindest hoffe ich das) und dann würde es das Programm der Wahl zur Verwaltung meiner Bildbibliotheken bleiben.

Ich werde außerdem in der nächsten Zeit wieder einmal einen Blick auf Lightroom werfen, allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass ich mich in diese Richtung bewegen werde. Dazu ist meine Abneigung gegen das strikte und unflexible User-Interface und die Aussicht in absehbarer Zeit in der Cloud zu landen zu groß. Lightroom in der Cloud heißt lebenslänglich an das Abo gebunden zu sein, denn eine Kündigung des Abos würde bedeuten, mit einem Schlag die gesamte Bilder-Bibliothek zu verlieren – nicht die Bilder aber die Bibliothek! Das heißt selbst wenn das Management von Photos Mist wäre und mir keine Alternative als Lightroom übrig bleibt würde ich damit nur mehr entwickelte JPEGs verwalten und mit überschaubarem Aufwand auf eine andere Software umsteigen zu können.

Ich bin vier Mal mit RAWs umgezogen – ich habe keine Lust auf ein fünftes Mal!

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