Photoshop CC 2015, Kapitel 6: Ausbessern und Retuschieren

Im 6. Kapitel geht es um das Ausbessern und Retuschieren von Bildern. 12 Workshops mit unterschiedlichen Techniken wie störende Elemente entfernt werden können. Und das ist noch nicht alles. Das darauffolgende 7. Kapitel widme ich diesmal vollständig der Beauty-Retusche.

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Im 1. Workshop entferne ich ein paar Touristen aus dieser faszinierenden Landschaftskulisse Islands.
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In dieser Aufnahme liegt ein Haufen Müll auf dem und spazieren noch mehr Tauben über den Platz. Beides soll verschwinden.
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Ein Bild morbide wie ich. Nur die Preispickerl und die Spitze die rechts ins Bild ragen stören. Allerdings nicht lange.
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Urlaub ist so schön. Und wäre noch viel schöner wenn sich nicht an allen Urlaubsorten so schrecklich viele Touristen tummeln würden. Glücklicherweise kann man sie mit Photoshop entfernen. Und nach einigen Jahren hat man dann tatsächlich die Erinnerung wie schön einsam es damals doch war.
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Aus drei mach zwei. Und das mit dem guten alten Stempelwerkzeug.
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Ein guter alter ist auch dieser Workshop, den es bereits in früheren Ausgaben meines Photoshop-Workshop-Buches gab. Bestens bewährt um zu demonstrieren wie Stempel und Protokoll-Pinsel zusammenarbeiten können.
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Schwierig werden Retuschen wenn die zu entfernenden Elemente direkt an einen Bereich anschließen der unverändert bleiben soll. Hier zeige ich wie’s geht.
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In diesem Wirkshop zeige ich wie man mit Hilfe eines Pfades ein Stromkabel entfernen kann.
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Noch ein Workshop den es bereits in früheren Auflagen gab: Ein altes Foto restaurieren.
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Retuschen auf perspektivischen Flächen stellen ein Problem für sich dar. Hier zeige ich wie man damit umgehen kann.
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Die Retusche-Werkzeuge von Photoshop sind phantastisch. Doch häufig macht man damit aufwändige Retuschen die sich mit kopierten Ebenen viel leichter umsetzen ließen.
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Statt aufwändiger oder gar unmöglicher Retuschen ist die Aufnahme mehrerer Belichtungen die dann mit Photoshop zusammengefügt werden die effizientere Lösung. Sind die Aufnahme gemacht dauert das Zusammenbauen nur Sekunden.

Rezensionen zu meiner kreativen Fotoschule

Vor Kurzem erreichte mich eine Zusammenfassung von Rezensionen zu meinem Buch »Die kreative Fotoschule« von meinem Verlag Galileo … äh … Rheinwerk. So viel erfreuliches Feedback muss ich natürlich unbedingt teilen.

webdigital.de, 03.04.2015:

»Angefangen vom Standpunkt des Fotografen über Perspektive und Brennweite bis hin zu Belichtung, Filtern und Blitztechnik lernt der kommende Fotoenthusiast hier alles, was er für sein Hobby benötigt. Auf über 300 Farbseiten geht es hier vor allem um Kreativität, nicht um die Technik als Selbstzweck.«

Leserfeedback Sabine D.-B., 16.04.2015:

»Markus Wäger hat in diesem Buch Bildgestaltung und Fototechnik hervorragend verbunden. Tolle Grafiken und Bildbeispiele machen das Lesen und das Verstehen leicht. Ein rundum gelungenes Buch, das sehr verständlich geschrieben ist.«

FOTOTEST, 03/2015:

»Wer sich vom einfachen Knipser hin zum kreativ gestaltenden Fotografen entwickeln möchte, hat eine Menge zu lernen. Besonders einfach geht das mit Hilfe dieses Buches.«

Testmania, 28.04.2015:

»Die Sprache des Autors ist für den Anfänger gut zu lesen, nicht zu kompliziert und klar in den Aussagen. Dazu kommen anschauliche Beispiele, die das Gelesene vertiefen. Das Lehrwerk ist modern gestaltet und mit sehr schönen Fotografien bestückt, die Beispiele und Anreize zugleich sind und die ohnehin ansprechende Optik noch veredeln.«

NaturFoto, 05/2015:

»Markus Wäger erklärt die fotografischen und fototechnischen Zusammenhänge ausgesprochen gut nachvollziehbar, besonders gründlich, zudem flüssig geschrieben und mit vielen passenden Bildbeispielen und sonstigen Abbildungen auch anschaulich und ansprechend illustriert. Nach dem Durcharbeiten des Buches wird jeder Leser seine Bildideen überzeugend umsetzen können.«

fotowissen.eu, 11.05.2015:

»Perfekt für den Einstieg und nicht nur für den Anfänger sehr gut als Nachschlagewerk geeignet! Das Buch beleuchtet den Markt und alle wichtigen Themen neutral und auch ein wenig darüber hinaus. Eine gute Ergänzung in jeder Fotobuch-Bibliothek!«

treppenfotografie.de, 15.05.2015:

»Dieses Buch habe ich tatsächlich ›verschlungen‹ ohne mich ein einziges Mal zu langweilen. Selbst die technischen Details sind anschaulich und für Jedermann verständlich erklärt. Wer neu in der Welt der Fotografie ist, kommt nur schwer an diesem Buch vorbei.«

Freies Radio Kassel, 28.04.2015:

»Buchtipp!«

Photoshop Weblog, 01.06.2015:

»Ein perfekter Ratgeber zum Einstieg.«

fotoforum, Juni 2015:

»›Die kreative Fotoschule‹ ist genau das: Eine Fotoschule mit interessanten und kreativen Ansätzen. Obendrein ist das Buch auch für den gestandenen Fotografen spannend – man lernt ja nie aus.«

Lebensart im Norden, 07/2015:

»Autor Markus Wäger erklärt in seinem verständlich geschriebenen Buch alle wesentlichen Aspekte rund ums Fotografieren. Nach dem Lesen hat man einfach viel mehr Freude an seiner Kamera – und beim Fotografieren.«

SCREENGUIDE, 07/2015:

»Das Buch ist locker geschrieben und nicht nur für Anfänger geeignet, sondern durchaus auch für fortgeschrittene Fotografen empfehlenswert.«

prophoto.de, Juli 2015:

»Markus Wäger ist mit ›Die kreative Fotoschule‹ ein umfassendes Werk gelungen, das sich sowohl an fotografische Einsteiger als auch an ambitionierte Fotografen wendet. Der Buchautor versteht es brillant, die grundlegende Fototechnik in Verbindung zum guten Foto zu setzen und die Zusammenhänge deutlich zu machen. Wir können dieses Werk nur empfehlen, denn es inspiriert auch dahingehend, gewohnte Pfade zu verlassen und sich neue fotografische Themengebiete zu erschließen.«

einaugeistgenug.de, 22.07.2015:

»Für alle, die sich ganz neu mit der Kamera beschäftigen und besser fotografieren lernen wollen, ein empfehlenswertes Buch. Durch die vielen Bilder und Beispiele ist alles anschaulich erklärt.«

Meine Beschreibung des Buches ist hier zu finden. Weitere Infos und ein Demokapitel zum Download gibt es bei rheinwerk-verlag.de.

Manuelle Belichtung: Probier’s doch mit Gemütlichkeit

Die Menüs von Kameras für den ambitionierten Aufsteiger werden von vielen Einsteigern, Amateur- und Hobbyfotografen wie ein tiefer, schwarzer See empfunden – und flößen ihnen oft sogar Ehrfurcht, Respekt oder gar Berührungsangst ein. Dabei braucht man vor dem was sich da in der Tiefe versteckt nicht die geringste Furcht zu haben, plantscht man in der Regel ja doch eher an der Oberfläche – egal ob aus Spaß oder von Berufswegen.

Ihr, liebe Einsteiger und Amateure, würdet es nicht glauben, wie viele Berufsfotografen nur sehr wenig Ahnung von den technischen Untiefen ihrer Werkzeuge haben. Trotzdem können sie exzellente Arbeiten liefern, denn sie beherrschen das was wirklich wichtig ist, und verschwenden keine Zeit an Beigemüse das für ihre tägliche Arbeit nicht relevant ist.

Ich beginne deshalb meine Fotokurse immer mit einer Einleitung, in der ich erkläre was an einer Kamera wirklich wichtig ist: Zoomring, Fokusring, Blendeneinstellung, Zeiteinstellung und Auslöser. Das sind die zentralen Bedienelemente. Hinzu kommt die Einstellung der ISO-Empfindlichkeit und das Wissen darum, wie mit diesen Mitteln Perspektive und Schärfe kreativ gestaltet werden können, worauf bei der Belichtung zu achten ist und Überlegungen zur Bildkomposition. That’s it!

Der Rest dessen was Digitalkameras bieten sind Grundeinstellungen (einmal einstellen und dann vergessen oder gleich so lassen wie ab Werk geliefert), Sonderfunktionen (z.B. für Taucher und Astrofotografen), Dinge die man nutzen kann aber absolut nicht muss (z.B. Belichtungsmesswertspeicherung) Firlefanz (z.B. »kreative« Effekte) und Dinge die mich als Fotograf nicht interessieren (Movie).

Also Konzentration auf das Wesentliche: Brennweite, Fokus, Blende, Zeit.

Digitalkameras sind Schnellfeuerwaffen. Im Serienbildmodus kommst du dir vor wie Rambo. Entsprechend schnell wird geschossen. Die unglaubliche Geschwindigkeit der Elektronik treibt uns an und lässt uns keinen Moment ans Verschnaufen denken. Entsprechend schnell feuern wir durch die Gegend. Unüberlegt. Unbewusst.

Fotografieren mit manuellen Belichtungseinstellungen bremst dich ein. Welche Blendeneinstellung soll ich wählen? Viel oder wenig Schärfentiefe? An welchem Einstellrad muss ich dazu drehen? Und in welche Richtung. Ach ja, schöne Landschaft. Ich glaube Blende 11 ist perfekt.

Würde ich mit Blendenvorwahl arbeiten würde die Elektronik jetzt die Verschlusszeit für mich einstellen. Und schon wird wieder gefeuert, aus vollen Rohren. Aber nein. Ich fotografiere manuell. Nach der Blendeneinstellung ist die Verschlusszeit zu wählen. Dafür kommt das andere Einstellrad zum Einsatz (oder wenn du nur ein Einstellrad hast drückst du die +/–-Taste und drehst an dem einen).

So lange drehen bis die Belichtungsskala ausgeglichen ist. Eine ausgeglichene Belichtungsskala bedeutet Belichtung auf mittlere Helligkeit. Das ist genau das was die Elektronik in den Programmen P, S und A auch macht (oder in P, Tv und Av – je nach Marke). Eigentlich ganz einfach. So simpel ist manuelles Fotografieren! Sagen die Teilnehmer meiner Kurse dann auch immer.

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Über eine Belichtungsskala verfügt praktisch jede Kamera. Ist sie ausgeglichen – zeigt sie also keinen Ausschlag nach links oder rechts – bedeutet das Belichtung auf mittlere Helligkeit. Das ist dieselbe Einstellung die die Elektronik auch in den automatischen Programmen wählen würde. It’s easy!

Oder sollte ich 1/3 oder 2/3 Lichtwerte unterbelichten? Bei Landschaft meist empfehlenswert. Also noch einmal 2 Klicks in Richtung Minus drehen – die Skala zeigt jetzt einen Ausschlag um zwei kleine Punkte.

Was für eine Verschlusszeit hat sich dadurch ergeben? Ist sie noch kurz genug um sich aus freier Hand halten zu lassen? Geht sich der Kehrwert der Brennweite? Also z.B. bei 100mm 1/100 Sekunde oder bei 35mm 1/35 Sekunde. Diese Regel darf auch beim Fotografieren in A, S oder P nicht vergessen werden; wird sie aber oft, angetrieben vom atemlosen Shooten im Rhythmus der Elektronik.

Fotografieren im manuellen Modus lässt dich deinen eigenen fotografischen Atem spüren. Bringt dich zurück zu deinem Rhythmus. Bringt dich von der elektronischen zurück auf die menschliche Schwingung.

Also ISO-Empfindlichkeit anheben, falls die Zeit fürs Belichten aus freier Hand zu lange geworden ist.

Verschlusszeit als Ausgleich für die Empfindlichkeit reduzieren.

Auslöser halb durchdrücken.

Tief einatmen.

Ausatmen.

Am Endpunkt der Ausatmung den Auslöser durchdrücken.

Passt. Die Aufnahme ist im Kasten.

Also: Nehmt euch ein Beispiel an Balu, dem Bären, und nehmt’s mit Gemütlichkeit.

Photoshop CC 2015, Kapitel 5: Farbanpassung und -korrektur

Im 5. Kapitel geht es um Farbanpassungen und Farbkorrekturen, die neben der Bearbeitung von Helligkeit und Kontrast wohl zu den wichtigsten und am häufigsten ausgeführten Arbeiten in Photoshop gehören.

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Eingeleitet wird das Kapitel mit einem ausführlichen, 10-seitigen Grundlagenexkurs über Farbe, Farbräume und Farbkanäle.
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Der erste Workshop des Kapitels zeigt wie man mit der Auto-Funktion von Gradationskurven bzw. Tonwertkorrektur zu guten Ergebnissen kommen kann und wie man sie noch besser hin bekommt.
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Workshop 2 demonstriert wie man Zieltonwerte für Schwarz- und Weißpunkt-Pipette definiert und wie man sie zusammen mit der Mitteltöne-Pipette anwendet um Kontraste anzupassen und Farbstiche zu eliminieren.
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Im 3. Workshop zeige ich wie man kontrollierte Kontrastanpassungen zusammen mit der Mitteltöne-Pipette einsetzt um Aufnahmen zu korrigieren.
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In Workshop 5 zeige ich wie man Farbkorrekturen individuell in Farbkanälen vornimmt und wie man die Histogramme einsetzt um diese Korrekturen kontrollieren, damit keine Unter- oder Überbelichtung entsteht.
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Es wird immer professioneller und anspruchsvoller: Workshop 6 demonstriert wie man Lichter und Tiefen im Bild findet, sie mit Farbmesspunkten versieht und die einzelnen Farbkanäle gezielt so bearbeitet, dass man damit gezielt Richttonwerte erreicht um einen neutralen Weißabgleich zu erzielen.
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Workshop 7 wendet die vorangegangene Technik auf Hauttöne an.
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An 8. Stelle kommt der erste Workshop dieses Kapitels der nicht mit Gradationskurven arbeitet sondern Farbton/Sättigung als Einstellung verwendet. Der Einsteiger darf hier etwas durchatmen, denn die Technik ist relativ simpel.
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Schon im 9. Workshop steigt der Anspruch wieder. Hier demonstriere ich, dass Farbton/Sättigung nicht nur die Farbbereiche Rot, Grün, Blau, Gelb, Magenta und Cyan kennt, wie man herausfindet welche Bereiche genau beeinflusst werden und wie man die Bereiche gezielt eingrenzt.
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Anhand des 10. Beispiels zeige ich wie man Farben mit Selektiver Farbkorrektur statt Farbton/Sättigung editiert und Farbbereiche neutralisieren kann.
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Viele Wege führen nach Rom. Was ich im 11. Workshop zeige ließe sich auch mit Arbeitstechniken der vorangegangen Workshops ausführen, demonstriere ich hier aber kurz anhand der sehr mächtigen Einstellung Camera Raw-Filter.
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Der abschließende Workshop des 5. Kapitels nimmt eine Arbeitsweise vorweg die ebensogut ins 10. Kapitel über Malen und einfärben passen würde.

Mangelndes Feedback kann frustrierend sein

Nicht zum ersten Mal möchte ich mich – muss ich mich – über das Thema Rezensionen und Feedback auslassen, denn es nagt mir am Herzen und frustriert mich. Ich denke es muss thematisiert werden und wieso nicht von mir, da es mich betrifft und in gewisser Weise betroffen macht.

Wir alle informieren uns wohl regelmäßig oder zumindest gelegentlich in Foren, auf Plattformen und bei Anbietern über das was Kunden über ein Produkt schreiben und wie sie es bewerten – ob es um Reisen, Hotels oder Bucher geht.

Die Meisten von uns wissen auch, dass es nicht jeder Anbieter dem Zufall überlässt, wie seine Produkte bewertet werden. Manche – ich hoffe die meisten – bemühen sich so gute Produkte anzubieten, dass die Qualität für gutes Feedback sorgt. Das ist das was auch ich versuche, ganz abgesehen davon, dass ich ohnehin nicht glücklich wäre, wenn meine Bücher nicht das Beste wären was ich schreiben könnte. Es ist aber ein offenes Geheimnis, dass Einige ihrem Glück auch nachhelfen, und dass es sogar Anbieter gibt die gegen Auftrag lobhudelnde Rezensionen veröffentlichen.

Rezensionen in Auftrag zu geben wäre das Letzte was ich machen würde. Vorher höre ich auf zu schreiben und suche mir eine andere Aufgabe für meinen Lebensunterhalt.

Der Versuch jedoch sich mit einer ehrlichen Haut in einem Mitbewerberfeld zu behaupten, in dem es bekanntermaßen nicht alle so genau nehmen mit der Authentizität von Kunden-Feedback, hat etwas Zermürbendes. Wenn du siehst, wie Mitbewerber bei Amazon Dutzende Rezensionen in vergleichsweise kurzer Zeit einfahren, während deine Bewertungen nur schleppend vom Fleck kommen, gibt es dir zu denken. Die Felle schwimmen davon.

Sind deine Bücher schlechter? Wenn dem so wäre, wäre es Zeit mit dem Schreiben aufzuhören. Wozu denn, wenn meine Sachen mit der Qualität der Mitbewerber nicht mithalten können? Dabei glaube ich doch gerade mit »Grafik und Gestaltung« und »Die kreative Fotoschule« Besonderes vorgelegt zu haben.

Dass es viele Leser gibt die sagen und schreiben wie toll sie meine Werke finden erlebe ich häufig; gedankt sei’s, denn es freut natürlich und spornt an. Natürlich bitte ich dann um eine kurze Rezension – bei Amazon, weil da einfach die Reichweite am größten ist und der Wettbewerb stattfindet.

Dass der Bitte nicht alle nachkommen ist klar. Doch wie wenige es tun ist frustrierend – ich würde sagen es bewegt sich im unteren einstelligen Prozentbereich. Was dabei besonders schmerzt, ist, dass sogar bei näheren Bekannten (Freunden) der Anteil jener die sich fünf Minuten Zeit nehmen gering ist.

Ich weiß: Reine Nachlässigkeit. Dieses Wissen tröstet aber nur bedingt, wenn du im Mitbewerberfeld den kürzeren ziehst.

Es gibt auch jene, die sich via E-Mail an mich wenden, mir schreiben wie toll sie mein Buch finden und dann themenspezifische Fragen anschließen. Ich beantworte Fragen immer gerne, das wird jeder bestätigen können, der mir schon einmal eine über meinen Blog sandte –auch völlig unabhängig von irgendwelchen Büchern.

Natürlich bitte ich da, wenn mit einem Lob für eines meiner Werke eingeleitet wird, um die Weiterverbreitung des positiven Feedbacks. Dass das dann aber tatsächlich gemacht wird ist selten. Was soll ich daraus schließen? Nehmen? Gerne! Geben? Keine fünf Minuten!

Und dann sind da noch die Rezensionsexemplare die Verlage verteilen. Ich war zunächst nicht begeistert, Leser mit Büchern zu versorgen und sie um Rezensionen zu bitten. Das hat für mich schon einen Hauch von gekaufter Meinung.

Ich schreibe den Empfängern dieser Exemplare immer, dass mir eine ehrliche Meinung wichtig ist. Diese Vorgehensweise stellt für mich einen Kompromiss dar, sich einem Markt zu stellen, in dem nicht jeder mit fairen Mitteln kämpft. Leider musste ich die Erfahrung machen, dass nur etwas 25%–30% jener die aufzeigen und sagen, »gerne nehme ich ein kostenloses Rezensionsexemplar«, dann auch tatsächlich eine schreiben.

Mag ja sein, dass sie meine Bücher schlecht finden und deshalb nichts schreiben. Womit mir wieder bei einem Grund wären das Schreiben zu lassen, obwohl ich gerne schreibe und an die Qualität meiner Bücher glaube.

Ich bin natürlich Niemandem im Einzelnen böse, wenn er es nicht schafft eine Rezension zu verfassen. Ich weiß, wie es ist keine Zeit zu haben. Ich für meinen Teil lehne deshalb aber in der Regel Rezenionsmaterial ab – nicht nur wenn es um Bücher geht. Dass aber eben Viele sehr rasch dabei sind ein Gratisexemplar von irgendwas einzusacken, es aber mit ihrem Anteil an der Vereinbarung nicht besonders genau nehmen, damit wären wir wieder bei der Frustration. Ein Rezensionsexemplar wird zum Rezensieren vergeben!

Ganz allgemein muss sich jeder überlegen, wo es hinführt, wenn sich am Markt vor allem Jene durchsetzen, die es mit fairen Mitteln nicht so ernst nehmen. Es werden wohl in der Regel auch jene sein, die mit geringstem Aufwand zu maximalem Gewinn zu kommen versuchen – viel Aufwand für gute Qualität werden sie eher meiden wenn sich der Gewinn auch durch gekauftes Kunden-Feedback erzielen lässt.

Natürlich soll dieser Artikel auch eine Aufforderung an meine Leser sein Rezensionen zu schreiben. Aber natürlich nur wenn sie fair und ehrlich ist und ihr findet, dass die Bücher es verdient haben. Das gilt im Übrigen nicht nur für meine Arbeiten, sondern auch für andere Bücher und andere Produkte: Unterstützt doch die Arbeit von Autoren und Anbietern die Dinge herstellen die euch gefallen und Freude bereiten – wir sind auf diesen Rückenwind angewiesen! Ganz sicher wünscht ihr euch das auch für eure eigenen Produkte. Ihr wisst ja: Mundpropaganda.

PS: Für alle die das jetzt lesen und den Eindruck haben sie könnten angesprochen sein – mein Frust richtet sich gegen niemandem im Speziellen. Ich bin selbst oft nachlässig und finde nicht immer Zeit allem nachzukommen was ich gerne würde. Es ist die Summe des nicht-gegebenen Feedbacks im Verhältnis zu schummelnden Mitbewerbern das mich frustriert. Gäbe es keine lobhudelnden Fake-Rezensionen würde ich keinen Moment irgendein Wort über die ganze Angelegenheit verlieren und der ganzen Sache vollständig und kommentarlos ihren Lauf lassen.